Warum ich ungern im Internet spiele

Dies sind zwar nicht alle Gründe. Aber hier mal 2 grundlegende.

Cheater

Als ich gestern fröhlich pfeifend nach meinen „Monopoly City Streets“-Straßen gesehen habe, verging mir die Lust auf das Spiel binnen Sekunden. Was war passiert? Ein, vermutlich trauriger, zu Recht einsamer Mensch, hatte eine Masse von Accounts erstellt, sich Lösch- und Störkarten organisiert und sein finsteres Werk begonnen. Am Ende hatte ich zum einen kein einziges Gebäude mehr auf irgendeiner meiner Straßen, zum anderen auf jeder Straße die ich besaß ein Störgebäude. Einkommen pro Tag: Nur das „Grundgehalt“.

Es sind solche Leute die einem nicht nur die Suppe versalzen, sondern zusätzlich auch 3 Liter Essig, 2 Liter Müllsaft und 10 kg Kot hinterherschütten. Und das schlimmste ist: Man kann gegen solche Leute nichtmal was tun. Die lachen sich vermutlich schlapp und treiben Leute so weit, dass niemand mehr spielen möchte. Dann sieht das Spiel am Ende so aus, dass eine riesige Schlacht darüber entbrennt wer am besten und meisten und längsten cheaten kann. Erinnert mich an Sport und Doping, nur nerviger und mit kleineren Genitalien.

Arroganz

Man kennt das: Man hat ein Spiel neu erworben und arbeitet sich ein. Man verliert natürlich aus diesem Grund oder auch weil man einen schlechten Tag hat und das kleine Kind irgendwo in Buxdehude schmettert einem mit voller Inbrunst ein „LOLOLOL DU KACKNOOB!!!!!!!!1 GEH NACH HAUSE DU KANNST JA GARNIX!!!!111einself“ entgegen. Man könnte jetzt argumentieren, dass dieses verhaltensgestörte Subjekt einfach noch nicht weiß, was ein korrekter sozialer Umgang bedeutet. Schließlich ist es gefühlte 5 Jahre alt. Aber nein, das lass ich in dem Fall nicht durchgehen. Ja, er war besser. Ich hab in der Regel kein Problem damit das zuzugeben. Aber das ist eine Art von Verhalten, die jemand bspw auf einer LAN nicht über sich bringen würde. Da würde die Person vermutlich in der Ecke sitzen und nach Mami weinen, wenn ich auch nur vor ihm stünde. Aber wir wissen ja von John Gabriels Greater Internet Fuckwad Theory, dass der Grund für ihr primitives Verhalten in den grundlegenden Eigenschaften des Internets verankert ist. Im realen Leben würde man sie einfach im Zoo einsperren und auslachen.

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1 Response to “Warum ich ungern im Internet spiele”


  1. 1 Zoey 21. September 2009 um 10:52 am

    Ach, Du sprichst mir aus der Seele. Über Cheater brauchen wir gar nicht zu reden, ich habe vor kurzem zum ersten mal einen Speed-Hack auf einem CSS-Server „bewundern“ dürfen und hätte – verzeihung – kotzen können.
    Mit der Arroganz ist das so eine Sache. Seit Anfang des Jahres spiele ich intensiv Left4Dead, bin also keine Blutige Anfängerin mehr. Bist Du schlecht, wirst Du als Noob, Loser, Idiot etc beschimpft. Bist Du aber gut, wirst Du zum Wallhacker inklusive Aimbot. Großartig.
    Ein weiteres Problem, gerade bei Online-Shootern, sind die Rage-Quitter. Läuft es mal nicht so ganz optimal, wird das Spiel, oft unterstrichen durch Flaming, sofort verlassen. Ich glaube, wir haben seit 4 Monaten nur ein einziges Spiel von Anfang bis Ende mit den gleichen Gegnern bestritten :)

    Ist schon traurig…


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