Die Google-Paranoia

Sie geht seit einer Weile wieder verstärkt um, die Angst davor zum gläsernen Menschen zu werden. Der Ausdruck allein ist mittlerweile schon inflationär gebraucht. Woher stammt die Angst? Nein, nicht etwa wieder diverse Politiker mit entsprechenden Plänen Überwachungsmechanismen einzusetzen, sondern wie so oft Google. Google ist schließlich böse. Da werden entsprechende Listen erstellt und überall verteilt, in Foren, wie Blogs, wie überall. Jetzt stelle ich mir die Frage: Woher kommt diese Angst?

„Sie wissen alles über uns!“

Das Problem erschließt sich mir persönlich nicht einmal. Es ist nicht so, dass Google versucht Menschen damit bewusst zu schaden, sie zu unterdrücken oder einen persönlich in sonst irgendeiner Weise einzuschränken, es dient lediglich dazu, dass die Werbung auf die etwaigen User angepasst wird. Ja, sie erheben die Daten, dass merkt man früh genug. Solange sie sich aber im rechtlichen Rahmen befinden, gibt es doch keinen Grund sich zu echauffieren. Inwiefern natürlich der Verkauf dieser Daten sich jedoch in diesem entsprechenden Rahmen befindet, ist wieder eine andere Sache. Des weiteren weiß Google in der Regel nur das, was man ihm gibt. Solange man mit offenen Augen und noch offenerem Verstand durch das Internet geht, sollte man nicht mehr Daten preisgeben als man eigentlich will.

„Die verdienen mit uns Geld!“

Es scheint mir der Grund warum Google das in den Augen so vieler nicht darf ist eher die komplette Abneigung großer Konzerne. Das ist dahingehend durchaus etwas positives, da man kritischer an die einzelnen Firmen herangeht, doch leider verkommt es, ähnlich wie bei Religionen, dann nur noch zu hirnlosem, polemischen Draufgehaue. Google will Geld verdienen. Das wollen die meisten. Marktforschung – was dieser Teil der „Überwachung“ nunmal ist – gibt es schon seit Jahrzehnten und im Laufe der letzten Jahre wird diese – eben durch das Internet – immer effizienter und ausgeklügelter. So läuft Kapitalismus und in dem Fall werden keine Regenwälder beschädigt oder Dritte Welt Länder ausgebeutet. Man könnte den guten alten CO²-Ausstoß wieder hervorkramen, aber das wäre in meinen Augen zutiefst albern, ist die Menge doch verhältnismäßig unbedeutend.

„Warum dann nicht die Anderen?“

Man muss darauf achten, wer konkret diese Überwachung einsetzen will. Bei Internetfirmen ist dies nur selten einer Beachtung wert. Jedoch sollte man sehr vorsichtig sein, wenn soetwas auf staatlichem Sektor abläuft. Denn Überwachung in dieser Hinsicht kann auf Dauer nur schädlich sein. Terrorverdacht hin oderher, was in den letzten Jahren allein zum Thema Internetüberwachung an Gesetzen und Gesetzesvorschläge durchgerungen wurde ist durchaus bedenklich. Auch wenn ich die Art und Weise, wie viele damit umgehen, etwas übertrieben finde, so ist dass doch eine Sache die man im Auge behalten sollte. Google hat damit aber recht wenig zu tun.

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