Silver Surfer – Volume 4

Ich bin gerade mit Volume 4 der Silver Surfer Comics fertig geworden und möchte meine Gedanken dazu niederlegen.

Aber zunächst: Für mich waren die Silver Surfer Sachen immer eine Ausnahmeerscheinung des Superhelden-Genres. Wo Charaktere wie Wolverine, Spiderman oder der Punisher sich meist mit weltlichen Ganoven herumschlagen mussten, war der Silver Surfer bei den ganz Großen unterwegs. Er diente lange Zeit einem der mächtigsten Geschöpfe dieses Marveluniversums und traf sogar jene die noch mächtiger sind. Vielmals war er dabei, als es um das Schicksal des gesamten Universums ging. Ausserdem kam ich so sehr oft in den Genuss einer meiner Marvel-Lieblingscharaktere: Galactus! Und je geheimnisvoller und unverständlicher für den menschlichen Geist die Wesen waren mit denen er sich umgab umso spannender empfand ich es. Man gerät schlicht ins philosophieren.

Und davon hat „Volume 4“ eine Menge. Doch muss gesagt werden: Es hat nichts mehr mit den klassischen Werten der Silver Surfer Comics zu tun. Kein herumfliegen zu fremden Welten, kein Galactus, keine Kämpfe. Im Grunde ist es also losgelöst von den üblichen Silver Surfer Geschichten zu sehen. Und dennoch, irgendetwas fasziniert mich ungemein daran. Es geh grob darum, dass Kinder von Aliens entführt werden, die ihnen Dinge lehren um das Ende der Welt vorzubereiten und die Menschheit zu retten. Dabei werden viele Dinge gesagt, die die Phantasie ungemein anregen. Da ist zum Beispiel diese Stelle in der die Alien-Lehrerin den Kindern sagt, dass Materie und Raumzeit in Schritten wie beim Ticken des Sekundenzeigers einer Uhr vorangehen, sogenannten Pulsen, die in 10^(-43) Sekunden weiterlaufen. Die Frage was denn dazwischen passiert wird damit beantwortet, dass sieben Dimensionen von Nicht-Raum und Nicht-Zeit zwischen den Pulsen liegen. Hölle, wie ich sowas liebe. So Dinge wo man sich ewig den Kopf zerbricht, wie man sich das vorzustellen hat. Natürlich kommt man nie dahinter und insgesamt ergibt es auch nicht viel Sinn, aber allein das Vorstellen von Dingen, die außerhalb unseren Verständnisses liegen ist faszinierend genug. Deswegen lese ich ja auch so gerne die Cthulhu-Geschichten von H.P. Lovecraft. Insgesamt hab ich das Gefühl, dass sich diese Comicreihe bewusst an „intelligentere“ Menschen richtet. Die Charakterentwicklung funktioniert, die Geschichte ist durchaus stimmig, exzellent gezeichnet. Ich kann eigentlich kaum meckern. Jeder der nicht zwingend darauf pocht, eine übliche Silver Surfer-Story zu lesen, ran damit! Und wer Silver Surfer sonst nicht liest: ansehen! 14 Ausgaben lesen, dauert auch nicht allzu lang.

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