Mono – Hymn To The Immortal Wind

3 Jahre sind seit dem letzten Album ins Land gestrichen. Ist es wirklich schon so lang? Ich habe eine ganze Weile keinen Post-Rock gehört. Aber allein beim Lesen des Namens bekomme ich schon irgendwie Lust darauf. Und Mono waren schon immer eine meiner Liebsten. Also den Raum abgedunkelt, Platte aufgelegt, Augen geschlossen und hingehört. Nicht mit den Ohren, mit der Seele, so wie es bei Post-Rock fast schon Pflichtkür ist. Schon der erste Track (Ashes in the Snow, hörbar u.a. auf ihrer Myspace-Seite) macht deutlich auf welchem Niveau wir uns befinden. Auf dem höchstmöglichen. Es ist nicht zu beschreiben, was in mir vorgeht. Die Glocken am Anfang, leise, steigernd. Die Gitarre setzt ein, die Glocken klingen hörbar weiter. Ein Fluss aus Tönen. Und irgendwann setzt das orchestrale ein. Waren meine Ohren vorher noch beteiligt, sind diese nicht mehr von Nöten, denn das Herz hat genug zu tun, das zu verarbeiten, was dort geschieht. Diese Steigerung und dieser Schlussstrich, dieser Schlag am Ende, der alles in sich auflöst und langsam zur Ruhe kommen lässt. Es ist in sich ruhend und dennoch in Bewegung. Unglaubliche Erfüllung und seelische Verzückung, ich denke so lässt sich das Gefühl beschreiben.

Es bleibt nicht das einzige Gute auf dem Album. Es geht durch bis zum Schluss, auf diesem Niveau, auf dieser Ebene eines höheren Seins. Das Album-Cover hätte nicht besser gewählt werden können. Es ist wie im Meer zu treiben, mit allen Zuständen. Mal sind die Wellen meterhoch, mal treibt man von dannen. Oder es ist, wie fliegen in allen Luftströmungen, friedlich und doch mit tiefer Überzeugung. Die Hymne an den unsterblichen Wind also. Wer das Herz hat um Post-Rock in seiner ganzen Tiefe fühlen zu können, der hat hier die Perfektion vor sich. Aber vermutlich stehe ich wieder allein damit. Doch in dem Moment, in dem diese Musik ertönt ist es mir egal. Da kann sonstwer „Fahrstuhlmusik!“ blöken.

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