Wie man aus Schei*e Geld macht

Man nehme:

– Ein paar Metalkumpanen mit Grundlagen-Kenntnissen in Instrumentalhandling

– Ein paar Kästen Bier um jene Kumpanen bei Laune zu halten

– Ein bisschen Pseudo-Miesepeterei

– Ein Minimum an Black Metal-Spirit

– Einen passenden, übetriebenen, germanisierten Namen für die Protagonisten und die Band

– Zwanghafte Ernsthaftigkeit, damit die Sache nicht auffliegt

– Zeit und etwas Geld

Man schreibt also innerhalb von 10 Minuten ein paar Texte und Stücke zusammen. Bloss nicht zu kompliziert. Keep it true und so. Das übt man natürlich ein wenig (30 Minuten sollten reichen) und begibt sich dann zur Aufnahme (egal wie, Tonstudio, Heimcomputer, Kassettenrekorder, was eben da ist, aber bloss nicht zu sauber. Es muss roh, unverfälscht und eigentlich ziemlich scheisse klingen). Man stellt also ein Lied erstmal im Internet vor. Finden das raubeinige, ultraharte Black Metaler „total true“ und „fängt es die Verachtungswürdigkeit des verhassten Menschengeschlechts“ auf erquickliche Weise ein, so kann man sich daran machen ein paar CDs zu pressen. 100 Stück sollten für den eigentlichen Zweck reichen. Was tut man nun? Man verkauft 90 Stück. Direkt übers Internet. Doch halt, warum nur 90? Das ist der Punkt. Man wartet, bis es Untergrund-Kultstatus erhalten hat und sich in einschlägigen Foren die Leute fragen, wann der Re-Release kommt. Und genau DANN haut man EIN Exemplar bei Ebay raus. Dieses eine Exemplar sollte bereits die Aufwandskosten wieder einspielen, eben weil es selten und kultig ist und die Leute irrsinnig viel Geld dafür ausgeben, egal wie gut oder schlecht das Werk eigentlich ist. Im Abstand von ein paar Monaten kann man dann die anderen CDs raushauen, die im Preis durchaus noch steigen werden. Am Besten geht man wieder in die einschlägigen Foren und bemerkt irgendwo am Rande „Au weia, da ist wieder die XYZ bei Ebay aufgetaucht!“. Sollten alle 10 restlichen CDs also verkauft sein, gründet man einfach, ohne das es jemand merkt, eine neue Black Metal Band und beginnt das Spiel erneut.

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