John Coltrane – A Love Supreme

Viel wurde dieses Werk gelobt. Ein enthusiastischer Artikel bei der Zeit wäre da zu nennen. Es befindet sich ebenso in den „Top10 of all time“ auf rateyourmusic.com. Diverse Lobpreisungen finden sich überall. Ein Meilenstein wird es häufig genannt, als eines der wichtigsten Alben des Jazz deklariert.

Aber wie stehe ich dazu? Um es auf den Punkt zu bringen: Ich hasse es. Man legt die CD in sein Laufwerk, ein grimmig dreinschauender Schwarzer prangt auf dem Cover des Albums. Ohne vorher etwas davon gehört zu haben, ausser den Lobpreisungen natürlich, erwarte ich vornehmlich garnichts. Ein Saxophon ertönt. Nun, es ist Coltrane, was anderes habe ich nicht erwartet. Recht ruhig beginnt es. Doch spätestens wenn alle Instrumente (als da wären Saxophon, Klavier, Bass und Schlagzeug) eingesetzt haben, ist es für mich, um es mit einem Wort zu sagen, nervig. Es scheint kein konkreter Zusammenhang zwischen den einzelnen Instrumenten zu bestehen. Free Jazz kommt mir da naturgemäß in den Sinn, doch es versteht sich als durchkomponiert. Was zur Hölle geht hier vor? Normalerweise nehme ich wirre Songstrukturen dankend, ja freudig auf, aber hier geht es mir einfach nur auf die Nerven. Auch gegen Jazz habe ich nichts. Warum also verteufel ich es so? Als der erste Song zu Ende geht (nach fast 8 quälend langen Minuten), gehe ich davon aus, dass jetzt der erhoffte Kracher kommt. Fehlanzeige. Das selbe nochmal. Ebenfalls über 7 Minuten. Dann nochmal ein Lied über 17 Minuten. Und es geht weiter und weiter, als wolle es mich höhnisch zu Tode foltern.

Wie oben bereits erwähnt gibt es viele, sogar sehr viele Leute die dieses Album vergöttern. Ich denke daher es liegt an mir. Es erschliesst sich einfach nicht. Wenn jemand das toll findet, gerne, aber verschont mich damit, empfehlt es mir nicht. Es hat in meinen Augen seine Lobpreisung nicht verdient, ich würde es sogar als das überbewertetste Album aller Zeiten bezeichnen. Ich gehe derweile die alten Jazzplatten aus dem Schrank kramen und diese genießen, denn mit denen geht das wenigstens noch. Abschließen möchte ich hiermit mit einem Zitat, welches ein „rateyourmusic.com“-Mitglied als Review postete:

The emperor hath no clothes.

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